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Kultige Tradition im Rampenlicht

ar-160928554-jpgmaxw505imageversiondefaultncs_modified20160928190000Am Dienstagabend wurden der Meseberger Mühlenverein und die Band Past durch die Stadt Osterburg und die Volksstimme ausgezeichnet.

Um die Zahl 23 ranken sich fantastische Mystiken und Legenden; vielen Lesern wird sofort die Roman-Triologie „Illuminatus“ einfallen. Und wem das zu viel Magie ist: auch ganz realen Symbolcharakter hat sie – die Zahl 23 – und mit Verschwörungstheorien am Dienstagabend in der Kreissparkasse Osterburg absolut nichts zu tun. Dort wurden traditionell im Rahmen der Literaturtage zum 23. Mal der Kulturpreis der Hansestadt Osterburg sowie der Kulturförderpreis der Volksstimme verliehen – beide mit je 500 Euro dotiert.

Vier Hobby-Müller führen durch die

Der Kultur- und Sozial­ausschuss habe es in diesem Jahr sehr schwer gehabt, zwei der sechs Kandidaten auszuwählen, betonte Bürgermeister Nico Schulz und nahm kurz zuvor selbst von Kreissparkasse-Filialleiter Steffen Seifert eine 1000-Euro-Finanzspritze für das noch bis zum 2. Oktober andauernde Lesefest dankend an. So auch die beiden kultigen Preisträger, mit denen das Publikum am Dienstagabend zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Geehrte ins Rampenlicht gerückt sah. Der Windmühlen- und Heimatverein Meseberg tritt seit seiner Gründung 2003 nicht nur als Traditionsbewahrer und regionaler Identitätsstifter in Erscheinung. Wer den Gründer des Vereins, Bernhard Sasse, kenne, der wisse ganz genau, „dass in seinem Kopf viele kluge Ideen stecken“, sagte Laudatorin Diana Kokot. Der Verein habe die Rekonstruktion der 1812 in Calberwisch erbauten und 1850 nach Meseberg umgesetzten Bockwindmühle geschultert. Und verfüge mittlerweile sogar über vier ausgebildete Hobby-Müller, was sie bei der Demonstration des altenehrwürdigen Handwerks auf Mühlenführungen jederzeit unter Beweis stellen. Die Ehre des Kulturpreises gebühre keiner Einzelperson, sondern dem gesamten Verein, dessen 21 Mitglieder mit Spaß und großem Engagement einen wichtigen Beitrag für die Kulturlandschaft der Region leisten, nahmen stellvertretend Ortsbürgermeisterin Helga Beckmann und Bernhard Sasse den Kulturpreis der Hansestadt Osterburg entgegen.

Artikel und Foto Jana Henning für Volksstimme

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