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Mesebergs Ortschefin sauer

Mesebergs Ortschefin sauer

„Dort setzt sich niemand mehr hin. Und wenn doch, kann es gefährlich werden. “ Beim Anblick der Rundbank nahe der Bushaltestelle in Meseberg kann Helga Beckmann nur den Kopf schütteln.

Die einst so beliebte Sitzgelegenheit in der Osterburger Ortschaft ist in die Jahre gekommen und hätte schon längst repariert oder sogar ersetzt sein sollen. Das Holz ist mehr als brüchig, mitunter fehlt sogar ein kompletter Bogen. An vielen Stellen ragen die Schrauben mehrere Zentimeter weit heraus. „Die Verletzungsgefahr ist groß. “ Zudem hat das in die Mitte gepflanzte Grün längst überhandgenommen und müsste zumindest einmal ordentlich gestutzt werden. Eigentlich keine große Sache. Für die Ortsbürgermeisterin ist der Schandfleck symptomatisch für eine ganze Reihe unerledigter Aufgaben. „Wir melden der Stadt die Missstände, geben Informationen aus den Sitzungen des Ortschaftsrates weiter, doch niemanden scheint das zu interessieren. Mit einigen Fachbereichen klappt die Zusammenarbeit, mit den anderen nicht. Sie schieben es auf die lange Bank. “.

Ein weiteres Paradebeispiel sei der Zaun des Spielplatzes am Dorfgemeinschaftshaus. Die hölzerne Abgrenzung zur Straße hin stand monatelang auf wackligen Füßen. „Bereits während unserer Ratssitzung im April hatten wir darüber gesprochen und das Thema an die Einheitsgemeinde weitergegeben, damit sich möglichst schnell etwas ändert. Es geht doch um die Sicherheit der Kinder. Der Spielplatz ist ansonsten sehr attraktiv und von Besuchern stark frequentiert. Ich will mir erst gar nicht ausmalen, was da alles hätte passieren können“, sagt die Ortschefin im Gespräch mit der AZ traurig und verärgert zugleich. Erst vor wenigen Tagen sind neue Pfähle gesetzt worden. Für Beckmann kann das nur ein Anfang gewesen sein. „Es geht nicht darum zu meckern, wir wollen einfach, dass die Verwaltung auch die Dörfer ernst nimmt und uns nicht einfach vernachlässigt.“

Die Verwaltung in der Kernstadt müsse doch zumindest auf die Sorgen der Ortschaften in irgendeiner Form reagieren, wenn schon nicht gleich gehandelt werden könne. Handlungsbedarf sieht Beckmann auch am Gerätehaus, wo nicht zuletzt die Dachrinne eine Frischekur erhalten müsse. Zudem habe sich die Pflasterung vor dem Gebäude, vermutlich durch Ameisen, an einigen Stellen spürbar abgesenkt. Immer wieder angesprochen habe der Ortschaftsrat auch ein sogenanntes Lichtraumprofil für die Strecke von Meseberg in Richtung Dobbrun. Im Kern geht es dabei um den Fahrweg und lichten Raum, ein bestimmtes Maß an nicht zuletzt von Grünzeug freizuhaltender Fläche. „Bereits vor eineinhalb Jahren hatten wir das Thema bei uns im Dorf auf der Tagesordnung. Doch passiert ist leider noch immer nichts. Da kommt meines Wissens nach momentan noch nicht einmal die Feuerwehr richtig durch“, meint Mesebergs Ortsbürgermeisterin.

 Von Marco Hertzfeld  © az-online
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