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Salzstock Meseberg

Als Salzstock, Salzdiapir oder auch Salzdom bezeichnet man eine umfangreiche Ansammlung von Steinsalz im geologischen Untergrund, die   meist (umgekehrt-) tropfen- oder pilzförmige Gestalt hat. Weniger steil umgrenzte Salzansammlungen werden Salzkissen genannt. Ein Salzstock kann mehrere tausend Meter mächtig sein und aus große Tiefe bis in die Nähe der Erdoberfläche oder gar direkt bis an die Erdoberfläche reichen.Bei fehlenden Niederschlägen ist es so möglich, dass das Salz mehrere hundert Meter hohe mächtige Berge bildet, wie man es beispielsweise im Zagrosgebirge (Iran) beobachten kann.

Salzstock die Entstehung

Die Entstehung vom Salzstock lässt sich am Beispiel des Zechsteinmeeres in Mitteleuropa folgendermaßen beschreiben: Vor ca. 260 Millionen Jahren (im oberen Perm, dem Zechstein) entwickelte sich auf der nördlichen Erdhälfte ein extremes Wüstenklima. Fast zeitgleich senkte sich der Festlandsockel unter das Niveau des Meeresspiegels, so dass große Teile der Nordhalbkugel überflutet wurden. Dieses Flachmeer wird entsprechend dem Erdzeitalter als Zechsteinmeer bezeichnet.

Der spätere Wegfall des Wasseraustausches mit dem Weltmeer und starke Sonneneinstrahlung führten zur Verdunstung des Wassers und zur Konzentration der im Meerwasser gelösten Salze. Karbonate (Kalkgesteine), Sulfate (Gipse) und Salze lagerten sich auf dem Boden ab. Nach weiteren 30 Millionen Jahren wurden die mittlerweile 500 bis 1000 Meter starken Salzschichten von Ablagerungen der geologischen Zeitalter des Buntsandsteins, Muschelkalks und jüngerer Sedimente überlagert.Die massive Salzschicht wurde durch die immer mächtigere Deckgebirgsschicht und Subsidenz (Absenkung) des Untergrundes in eine Tiefe von etwa 3000 Meter gedrückt. Da das Salz unter Druckeinwirkung plastisch reagiert – vergleichbar mit Eis- und Gletscherbewegungen – und zudem eine geringere Dichte als das umgebende Gestein besitzt, kam es zur aufwärts gerichteten Bewegung dieses Salzes (Salztektonik).Vor ca. 80 Millionen Jahren entstanden durch weltweite Erdmassenbewegungen Schwächezonen, in die sich das Salz hineindrückte. Die Deckgebirgsschichten wurden in den Schwächezonen zur Seite gedrängt. Die Dicke der ursprünglichen Salzschicht verringerte sich in dem Maße, wie die Höhe des entstehenden Salzstocks wuchs.

Verbreitung

Salzstöcke sind ein weltweit verbreitetes Phänomen, das auftritt, sobald die Mächtigkeit der Salze und die der überlagernden Sedimente ausreichend groß ist, um Salzbewegungen zu ermöglichen. In Mitteleuropa sind sie vor allem im norddeutschen und polnischen Tiefland sehr häufig zu finden. Bekannt sind sie vor allem dann, wenn der Top des Salzstockes nahe an die Erdoberfläche reicht oder sogar ohne jede Überdeckung ansteht. Die leicht löslichen Salze (Halit) sind dann in den oberen Bereichen gelöst worden, so dass nur noch Gips zu finden ist.

 

Quelle: wikipedia


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