Meseberg (fsc). Gestern vollendete Irene Lüders in Meseberg ihr 95. Lebensjahr. Eine angestammte Ortsansässige ist die Jubilarin nicht; ihre Wiege stand in Altensalzwedel. Dort hatte sie auch ihren Mann Erich kennen gelernt, einen Meseberger, der in ihrem Dorf des Öfteren seine Verwandten besuchte. 1938 hatten sie geheiratet, und Irene Lüders lebte fortan mit auf dem Hof der Schwiegereltern und wurde sofort in die Arbeit in der bäuerlichen Wirtschaft integriert.
„Dann musste mein Mann in den Krieg“, erzählte sie beim Besuch der Volksstimme. „Und als Zugezogene hatte ich es in Meseberg nicht einfach, man betrachtete mich in der Dorfgemeinschaft lange Zeit als Fremde. Die Arbeit auf dem Hof war schwer, besonders in den kalten Wintern 1941 und 1942.“ Als ihr Erich nach sechs Jahren aus Krieg und Gefangenschaft zurück gekommen war, wurde dem Paar der Hof überschrieben, und die Schwiegereltern zogen ins Altenteil, in dem Irene Lüders zusammen mit ihrem Enkel Steffen und dem Urenkel Thomas heute lebt.
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