Zu ihrem Novembertreff hatte die Meseberger Seniorengruppe in der vergangenen Woche Helga Beckmann eingeladen, die als Hobby an einer Chronik des Dorfes arbeitet und ihre bisherigen Ergebnisse präsentierte. Mein Mann Reinhard ist Meseberger, und wir sind dabei, dessen Vorfahren zu erforschen. Da kamen wir am Himmelfahrtstag in diesem Jahr bei der Eröffnung des Sommercafés an der Mühle mit Herrn Fettback von Kalandshofen bei Osterburg ins Gespräch. Und es stellte sich heraus, dass mein Mann und er die gleichen Vorfahren haben. Er hat uns dann entsprechende Unterlagen zur Verfügung gestellt und auch welche über Meseberg. Da kamen wir auf die Idee, die Nachforschungen auf unseren Ort auszudehnen“, sagte Helga Beckmann, die auch Mitglied im Meseberger Heimat- und Mühlenverein ist und deren Verwandter Alfred Beckmann in den 30er und 40er Jahren Besitzer der alten Meseberger Mühle war, zur Einführung. Helga Beckmanns Aufzeichnungen sind schon recht umfangreich. Es soll hier nicht alles aufgeführt werden, denn man darf auf die fertige Chronik, die allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, gespannt sein.
Schon von weitem machte am Sonnabend der dritte Mühlenbrand auf sich aufmerksam. Wer beispielsweise nach 17 Uhr die Landstraße nach Dobbrun benutzte, konnte auf Höhe Kattwinkel den Flammenschein sehen. Der 2003 ins Leben gerufene Meseberger Heimat- und Mühlenverein setzte mit diesem Spektakel den Schlusspunkt hinter seine diesjährigen baulichen Aktivitäten an der Bockwindmühle – oder zumindest beinahe. Denn das zwischenzeitlich wieder abgenommene Dach sollte am Freitag wieder aufgesetzt werden, doch die Windsbraut „Carmen“ hatte sich dagegen gestemmt.
Mit seinem Projekt, dem Wiederaufbau der historischen Mühle, sieht sich der Meseberger Heimat- und Mühlenverein auf einem guten Weg. Zum 13.November lädt der Verein deshalb zum traditionellen Mühlenbrand ein.
In diesem Jahr konnte der zweite Bauabschnitt zur Rekonstruktion der Meseberger Mühle verwirklicht werden. Nachdem dem Verein 2009 die Wiederherstellung des Grundkörpers der Mühle gelungen war, wurden in diesem Jahr wieder erhebliche finanzielle Mittel aufgebracht, um das Werk weiter fortzuführen. Zahlreiche Aktivitäten des Meseberger Heimat- und Windmühlenvereins sorgten für die finanzielle Ausgangsbasis – die Eigenmittel“, machen die Vereinsmitglieder deutlich. Und weiter: „Hervorgehoben werden muss an dieser Stelle das Engagement des Mühlentheaters. Mit viel Spielfreude hat es dafür gesorgt, dass unsere Region nun um ein kulturelles Ereignis reicher ist.
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Mittel aus der sogenannten Investitionspauschale des Konjunkturprogramms II, die eigentlich für Maßnahmen in Meseberg zur Verfügung standen, sollen nun in die Bezahlung des Umbaus einer alten Turnhalle in ein großes Klassenzimmer in der Grundschule Osterburg fließen. Dafür sprachen sich am Dienstagabend die Meseberger Ortsräte aus. Nach Angaben von Ortsbürgermeister Matthias Lenz handelt es sich konkret um eine Summe in Höhe von 1898,14 Euro, auf die die Meseberger verzichten.